Jens Peter Jensen zum CDU-Kanzlerkandidaten

Zur Entscheidung der Union, Armin Laschet zum Kanzlerkandidaten zu benennen, erklärt Jens Peter Jensen, Bundestagskandidat der SPD in Nordfriesland und Dithmarschen-Nord:

“Jetzt hat die Union doch noch Armin Laschet zum Kanzlerkandidaten gemacht, nachdem er in den letzten Wochen und besonders in den letzten sieben Tagen durch Markus Söder und seine Anhänger fast schon vernichtend geschlagen zu sein schien. Zwar hat sich die CDU als große Schwester durchgesetzt, zurückgeblieben ist aber ein angeschlagener Kandidat und eine in sich zerrissene Partei. Weder gibt das für die Wählerinnen und Wähler ein überzeugendes Bild, noch ist klar, ob die Lähmung, die der Konflikt zwischen Söder und Laschet verursacht hat, im Wahlkampf so leicht überwunden werden kann. 16 Jahre, vier Legislaturperioden Kanzlerschaft unter Angela Merkel sind offensichtlich auch für die CDU/CSU zu viel. Eine des Regierens müde Union scheint froh zu sein, die Verantwortung für die nächste Wahlperiode abgeben zu können.

Jetzt ist eine Wechselstimmung aufgekommen mit der auch unter Corona-Bedingungen vor einem halben Jahr noch nicht zu rechnen war. Was das Land jetzt aber braucht, ist eine pragmatische, sachliche Politik, mit der der Übergang unserer erfolgreichen (Export)wirtschaft in eine klimaschonende moderne Wirtschaft klug und mit Augenmaß gesteuert wird. Ohne die soziale Kompetenz in der SPD und die Fähigkeit in der Phase des Wandels die Gesellschaft zusammen zu halten, ist das nicht zu leisten.”